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Quelle: Solarpraxis AG

Energie da erzeugen, wo wie sie gebraucht wird

Unter dezentraler Energieversorgung versteht man die Energiebereitstellung durch kleine Versorgungsanlagen in Verbrauchernähe. Der Vorteil: Die Energie wird genau dort erzeugt, wo sie gebraucht wird. Das etablierte Stromversorgungssystem in Industriestaaten wie Deutschland hingegen basiert auf einer zentralisierten Infrastruktur mit Großkraftwerken und Fernleitungen.

Eine zunehmend dezentrale Energieversorgung mit einem Energiemix aus Blockheizkraftwerken, Photovoltaik und anderen regenerativen Energiequellen könnte diese Infrastruktur mittelfristig völlig verändern – mit überaus positiven "Begleiterscheinungen": teure Fernleitungen und lange Transportwege würden ebenso entfallen wie die damit verbundenen Energieverluste. Übrigens: Den größten Anteil am Strompreis (ca. 19,6 Cent/kWh in 2005) haben mit 6,0 Cent die Transportkosten. Zum Vergleich: Der Anteil für die Förderung der erneuerbaren Energien lag im Jahr 2005 bei nur 0,56 Cent.

Quelle: www.unendlich-viel-energie.de

Dezentraler Energiemix  - unsere Alternative zur Kernenergie

Die Zukunft unserer Energieversorgung liegt in einem dezentral strukturierten Energiemix aus erneuerbaren Energien. Ein solcher Energiemix könnte den konventionellen Kraftwerkspark langfristig durchaus ersetzen. Wichtig ist die richtige "Mischung": Photovoltaikanlagen z.B. ergänzen sich sowohl im Tagesverlauf als auch jahreszeitlich sehr gut mit Windkraftanlagen. Die können auch nachts betrieben werden und erreichen im Winter ihr Leistungsmaximum, während Solaranlagen typischerweise um die Mittagszeit und im Sommer ihre Höchstleistung bringen. Damit könnte übrigens das konventionelle Stromnetz gerade zu Zeiten extremer Beanspruchung effektiv enlastet werden. Die restlichen Lücken im Stromangebot könnten zum Beispiel mit Biomasse-Kraftwerken oder Pumpspeicheranlagengefüllt werden. Denn mit Hilfe von Wetterprognosen und moderner Kommunikationstechnik lässt sich ein Netz aus vielen dezentralen kleinen Stromerzeugern so steuern, dass es wie ein "virtuelles Kraftwerk" arbeitet - auch ohne den Einsatz der Kernenergie.

BMU-Broschüre zum Thema: Atomkraft: Ein teurer Irrweg - Die Mythen der Atomwirtschaft. Download unter: http://www.bmu.de


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