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Zeit für neue Energien
Klimawandel
Quelle: www.unendlich-viel-energie.de

Die Atmosphäre unserer Erde lässt sich mit dem Glasdach eines Treibhauses vergleichen: kurzwellige Sonnenstrahlung (= Licht) dringt von außen durch die Atmosphäre und wird durch Reflektion auf der Erde zum Teil in langwelligere Wärmestrahlung umgewandelt. Diese gelangt gelangt nur teilweise ins Weltall zurück. Der Rest erwärmt die Erde und die Erdatmosphäre. Dieser "natürliche Treibhauseffekt" sorgt für eine angenehme Durchschnittstemperatur von ca. 15°C am Erdboden – ohne ihn würde hier eisige Kälte von minus 20°C herrschen. Also prinzipiell eine gute Sache. Das Problem: Seit Beginn der Industrialisierung steigt die Temperatur unseres Planeten kontinuierlich an. Denn durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas wird in großen Mengen Kohlendioxid freigesetzt, welches unter anderem die Abstrahlung der Wärme in den Weltraum verhindert. Fakt ist: In den letzten 100 Jahren ist die globale mittlere Temperatur um etwa 0,6°C angestiegen – schneller als je zuvor in den letzten 1.000 Jahren. Die zehn heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen liegen laut BMU alle zwischen 1991 und 2003!

Globaler Klimawandel mit fatalen Folgen

Der durch diesen verstärkten Treibhauseffekt verursachte Klimawandel ist mittlerweile global spürbar: der Meeresspiegel steigt an, weltweit schmelzen die Gletscher und der Wasserkreislauf beschleunigt sich, was zu extremeren Niederschlägen führt. Je nach Region nehmen auch Dürreperioden zu. Wenn wir es nicht schaffen, den Treibhauseffekt zu mindern, rechnen Wissenschaftler laut Angaben des BMU in den nächsten 100 Jahren mit einem weiteren Anstieg der globalen Oberflächentemperatur um 1,4° bis 5,8°C. Diese Erwärmung hätte einen weiteren Anstieg des Meeresspiegels um 10 bis 90 cm (!) im selben Zeitraum zur Folge. Damit käme es zu einer Verschiebung von Klimazonen – und zu kaum absehbaren Schäden für Mensch und Umwelt.

Alle reden von der Erderwärmung – wieso wird es bei uns dann kälter?

Auch wenn es paradox klingt: durch die globale Erwärmung könnte es in Europa in den nächsten Jahrzehnten merklich kälter werden. Warum? Weil der Golfstrom, auch Nordeuropas "Warmwasserheizung" genannt, messbar an Kraft verliert. Dieser Strom bringt warme Wassermassen aus der Karibik nach Europa und sorgt hier für relativ milde Temperaturen. Seine Abschwächung würde deshalb zu sinkenden Temperaturen in unseren Breiten führen. Durch die zunehmenden Niederschläge, aber auch durch das Schmelzen des Grönlandeises, könnte der Nordatlantikstrom durch die steigende Süßwasserzufuhr abgeschwächt werden oder sogar ganz versiegen.

Es liegt an uns...

Auch wenn verlässliche Prognosen aufgrund der Komplexität der globalen Zusammenhänge schwierig sind – eines steht fest: Der durch den Menschen verursachte Klimawandel ist gravierend. Das Ausmaß der Schäden hängt nicht nur davon ab, wie schnell und in welchem Umfang wir durch klimapolitische Maßnahmen gegensteuern. Jeder von uns hat es selbst in der Hand, seinen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten: durch einen bewussten Umgang mit vorhandenen Ressourcen und durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien.

Quellen: BMU, DWI

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