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Planung Ihrer Anlage

Montagearten

Photovoltaikmodule lassen sich auf nahezu allen Dachformen installieren. Bei der Wahl der Montageart spielen neben der für die Module günstigsten Ausrichtung und Neigung auch optische und architektonische Gesichtspunkte eine Rolle. Geschickt eingebaut sind sie ein echter Blickfang – und Ihr Gebäude wird aufgewertet. Die Montage einer Solaranlage durch einen erfahrenen Fachhandwerker nimmt übrigens in der Regel nicht mehr als zwei Tage in Anspruch. Zur Auswahl stehen vier Möglichkeiten der Modulmontage:

Aufdachmontage

Die gängigste Variante bei kleinen Anlagen. Oberhalb der vorhandenen Dacheindeckung werden die Module auf Montagegestellen befestigt. Bei der Nachrüstung einer Solaranlage in bestehende Gebäude mit Schrägdächern ist eine Aufdachmontage preisgünstiger als eine Indachmontage. In diese Kategorie fällt auch die Flachdachmontage, bei der die Module über ein Montagesystem schräg aufgestellt werden.

Indachmontage

Bei der Indachmontage von Solaranlagen wird das Solarmodul direkt in das Dach integriert. Diese Montageart ist vor allem für geneigte Dächer geeignet. Inzwischen bieten einige Firmen in Rahmen eingepasste Module an, die sich mechanisch und optisch in die umliegende Dachfläche integrieren lassen. Dem Stand der modernsten Technik entsprechen Solardachziegel sowie Solar-Roof-Systeme, bei denen die gesamte Dachfläche mit großen Modulen abgedeckt wird ("Energiedächer"). Die Indachmontage ist unter optischen Gesichtspunkten meist die ansprechendste Variante.

Freiflächen-Montage

Die Verankerung eines Solarmoduls im Boden gestaltet sich extrem einfach – das Modul wird einfach auf ein Fundament geschraubt. Dabei sollte auf einen ausreichend großen Abstand zum Untergrund geachtet werden, damit keine Pflanzen die untere Modulreihe beschatten. Laut EEG müssen verschiedene rechtliche Belange bei Freiflächen-Photovoltaikanlagen beachtet werden. Der Monatageaufwand ist gering, allerdings wird der von Freiflächenanlagen erzeugte Strom am geringsten vergütet.

Fassadenintegriert

Diese Form der Montage ist vor allem für größere Gebäude mit einer entsprechend ausreichenden Fassadenfläche geeignet. Die Fassadenintegration von Solaranlagen bietet sich deshalb vor allem bei großflächigen Büro- und Industriegebäuden sowie Mehrfamilienhäusern an ("Energiefassaden"). Bei der Integration in die Fassade werden Kalt- und Warmfassaden unterschieden. Bei Kaltfassaden werden die Module nachträglich vor die Fassade installiert und dienen der Energieproduktion, der Fassadengestaltung und dem Witterungsschutz. Bei Warmfassaden übernimmt die Solaranlage zusätzliche Funktionen der Gebäudehülle. Dafür werden im Bereich der Photovoltaik spezielle Isolierglasmodule angeboten, die auch schalldämmende Eigenschaften besitzen.

Bis 31.12.2008* variiert die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung je nach Montageart. Integrierte Anlagenlösungen werden z. B. in 2008 noch höher vergütet als Freiaufstellungen. Aber eine höhere Vergütung bedeutet nicht zwangsläufig auch höhere Erträge! Die verminderte Einstrahlungsintensität z.B. bei Fassadenkonstruktionen lässt sich je nach Standort nicht immer durch den erhöhten Vergütungssatz ausgleichen. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Fachhandwerker beraten.

*Ab 2009 entfällt der Einspeise-Bonus für Fassadenanlagen.

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